28. Februar 2026
November 2025: Lukas Huber wird Direktkandidat der AfD für den Wahlkreis Neckar-Odenwald

Im November 2025 wählte die AfD Neckar-Odenwald-Kreis Lukas Huber zum Direktkandidaten für die Landtagswahl. Sein Stellvertreter ist Harry Ballweg. Huber ist etwa achtundzwanzig Jahre alt und in Adelsheim und Walldürn aufgewachsen. An der Universität Heidelberg hatte er Mathematik studiert.
Exkurs: Kandidatur von Kreisrat Tobias Eckert auf Platz 41 der AfD-Landesliste
Lukas Huber ist nicht der einzige Kandidat aus dem Neckar-Odenwald-Kreis für die Landtagswahl. Auf Platz 41 der Landesliste kandidiert noch der Fraktionsvorsitzende der AfD im Kreistag Tobias Eckert. Er ist Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Dennis Klecker aus Ilsfeld bei Heilbronn. Dennis Klecker sitzt im Ausschuss für Ernährung, Ländlicher Raum und Verbraucherschutz und wird mit dem sicheren Listenplatz 5 nach der Wahl wieder im Landtag vertreten sein.
Für die AfD hält Tobias Eckert im Kreistag die profiliertesten Reden zum Kreishaushalt. Er setzte sich für den weiteren Ausbau des Straßennetzes im NOK ein, konkret für die Transversale. Er positioniert sich gegen den weiteren Ausbau der Windkraft in der Heimat, wo er stattdessen lieber Atomkraftwerke sehen will. Er polemisiert gegen die anderen Kreistagsparteien in der Krankenhauspolitik: Während sie sich für den Erhalt der Neckar-Odenwald-Kliniken laut stark machen, sind ihre Mutterparteien in den Landes- und Bundesregierungen verantwortlich für die völlig unzureichende Finanzierung und damit für die Schließungen von Krankenhäusern.
Die Landesliste ist schon Anfang Juni 2025 auf dem Landesparteitag in Heilbronn aufgestellt worden. Bei der Bekanntmachung der zugelassenen AfD-Landesliste fällt als „Wohnort“ von Tobias Eckert „Stuttgart“ auf. An sich steht dieses im Widerspruch zu der Regelung, dass sich Kandidaten für den Kreistag nur in dem Landkreis ihres Wohnsitzes aufstellen lassen können und die Gewählten bei einem Wegzug aus dem Landkreis ihr Mandat niederlegen müssten. Bisher hatte Tobias Eckert in der Gemeinde Seckach oder in der Gemeinde Hüffenhardt gewohnt.
Während sein Parteikollege, der AfD-Bundestagsabgeordnete Johann Martel, ihm in einem X-Post zu seiner Aufstellung auf der Landesliste herzlich beglückwünschte, wird diese merkwürdigerweise auf der Facebook-Seite und der Homepage der AfD NOK nicht ersichtlich erwähnt. Auch sonst scheint Tobias Eckert im Landtagswahlkampf der AfD im Kreis und im sonstigen öffentlichen Politikbetrieb eher zurückhaltend zu agieren.
„stolzer halber oberschlesischer Aussiedlersohn“
Lukas Huber ist stolzer Oberschlesier, auch wenn er dort nicht geboren ist. Ein Elternteil von ihm jedoch stammt jedoch von dort.

Wie er sich „als stolzer halber oberschlesischer Aussiedlersohn … ein vernünftiges deutsch-polnisches Verhältnis abseits von Schuldkomplexen“ vorstellt, erklärte er letztes Jahr anlässlich des Tags der Befreiung am 8. Mai:
Er empfahl Bundeskanzler Merz – statt in Polen der Opfer der deutschen Besatzung während der zweiten Weltkriegs zu gedenken – doch lieber zur deutschen Minderheit in Oberschlesien zu fahren. Friedrich Merz kann also doch kein „echter Kanzler der Deutschen“ sein.
Schulischer Werdegang
Die Schulzeit muss für Lukas Huber schrecklich gewesen sein. Trotz des „Fokus in den Schulen … auf linke Ideologie“ hatte er dank seines Fleißes das Abitur geschafft.
Wir Älteren können uns seine Leiden angesichts des linksideologischen Stundenplans – vorgegeben von den grün geführten Landesregierungen in Baden-Württemberg – nicht vorstellen: Montag: 1. Stunde: Deutsch mit Gendersternchen, 2. Stunde: Diversität in der Gesellschaft, 3. Stunde: Frühsexualisierung, 4. Stunde: marxistisch-leninistische Philosophie, 5. Stunde: Islamischer Religionsunterricht, 6. Stunde: Inklusion und Menschenrechte. Dienstag: 1. Stunde: menschengemachter Klimawandel und Erneuerbare Energien …
Aufgrund dieser traumatischen Erfahrungen in der linksideologischen Schule zog er die Konsequenz: „Der Fokus in den Schulen müsse wieder mehr auf praktisch anwendbares Wissen und Allgemeinbildung gelegt werden“. Der Schluss dieses Satzes, die Formulierung „anstatt auf linke Ideologie“, wurde in der RNZ allerdings unterschlagen.
Vorbilder Franz Schönhuber von der rechtsextremen Partei „Die Republikaner“ und der antisemitische Geschichtsrevisionist Martin Hohmann

Als Lukas Huber im Jahr 2013 in die 10. Klasse ging, „war die AfD politisch noch nicht klar einzuordnen“. Er wusste aber schon, dass er sich „in einer Rechtspartei im Geiste Franz Schönhubers oder Martin Hohmanns engagieren möchte“. Und als 2015 Bernd Lucke die AfD verließ, worauf sich in der Partei „das rechtskonservative Profil durchsetzte“, wurde für Lukas Huber klar: Er benötigt die AfD, um seine Heimat Deutschland zu retten.
Zu Franz Schönhuber von der Partei „Die Republikaner“:
Am 16.5.1989 gab das Magazin Panorama einen Überblick über das stramm rechte Programm von Franz Schönhuber, dem Bundesvorsitzenden der Partei „Die Republikaner“:
In den 1980er Jahren feierten die rechtspopulistischen Republikaner große Wahlerfolge. Sie zogen zwei Mal in den baden-württembergischen Landtag ein und waren auch im Europaparlament vertreten. Tausende jubelten auf Großveranstaltungen Franz Schönhuber zu. Er erklärte auch warum, nämlich „weil sie spüren, das ist der Mensch, der das laut sagt, was Millionen Deutsche leise denken.“ Wie ein Messias rief er sich selbst zur „historischen Hoffnung der Deutschen“ aus, er habe „dieses Kreuz auf sich genommen“ und „wenn das Schicksal es verlangt, werde er für dieses Land sterben“.
Den Inhalt der Geschichtsbücher bezeichnete Schönhuber „als Kriegspropaganda der Siegermächte, die von der Jugend geglaubt werden“ müsse. „Aber die Alleinschuld am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs“ hätten „wir Deutsche nicht“. Er sei „nach wie vor stolz darauf, deutscher Kriegsfreiwilliger zu sein.“ Er erklärte „die Umerziehung der Deutschen für beendet und den Fahrkartenschalter nach Canossa für geschlossen“.
Franz Schönhuber, Jahrgang 1923, war als 18-Jähriger Mitglied der NSDAP geworden, hatte sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet und war während des Krieges im Fronteinsatz. Zunächst wollte Schönhuber zur Leibstandarte SS Adolf Hitler und kämpfte in der SS-Division Charlemagne. In den Buch „Ich war dabei“ veröffentlichte er 1981 seine Erfahrungen darüber.
In einer Rede distanzierte sich Schönhuber mit einem rhetorischen Kniff zunächst vom Antisemitismus, um danach aber „eines … als Deutscher“ zu sagen, „ich mag den Herrn Galinski [damaliger Vorsitzender des Zentralrats der Juden] nicht mögen müssen“, und um zu verlangen, „die Zeit des Schweigens muss vorbei sein.“

Auch ausländerfeindlich seien sie nicht, sondern deutschfreundlich: „Und das ist der große Unterschied“. Schönhuber sprach von „97 % Wirtschaftsasylanten“, die er mit „Rauschgift“ und Faulenzerei assoziierte. In einem Wahlspot der Republikaner wurden unter den Klängen von „Spiel mir das Lied vom Tod“ Straßenszenen aus Berlin-Kreuzberg gezeigt. Ein solches zumindest latent ausländerfeindliches „Stadtbild“-Motiv wurde letztes Jahr auch von Bundeskanzler Friedrich Merz verwendet, welches von der AfD dankbar aufgegriffen wird. Auf Wahlplakaten wird hämisch darauf anspielt: „Du siehst es doch auch.“ Ein anderes Plakat zeigt einen grinsenden Frohnmaier mit einem Kehrbesen: „Unser Stadtbild soll schöner werden!“
Schönhuber bezeichnete die Hingabe an Familie und Kinder als den „Beruf der Frau“, und jedes schulentlassene Mädchen wollte er „ein praktisches Jahr“ ableisten lassen.
Hubers Vorbild Schönhuber driftete immer mehr vom Rechtspopulismus in den Rechtsextremismus ab und kandidierte schließlich sogar für die Deutsche Volksunion DVU und die NPD.
Hubers anderes Vorbild Martin Hohmann war Geschichtsrevisionist, vertrat antisemitische Positionen und machte Juden für die Verbrechen des Bolschewismus verantwortlich. Der Bundestagsabgeordnete war 2004 aus der CDU ausgeschlossen und 2017 für die AfD wieder in den Bundestag gewählt worden.
bei der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative
Seinen politischen Einstieg hatte Lukas Huber bei der Jungen Alternative Kurpfalz bzw. Nordbaden.

Ein Facebook-Post der Jungen Alternative Nordbaden vom 3. Dezember 2018 zeigt vier junge Männer beim Flugblattverteilen gegen den Global Compact on Migration GCM. Einer der vier ist Lukas Huber. Die JA Nordbaden schreibt: „Am gestrigen 1. Advent unterstützten wir den Kreisverband der AfD Neckar-Odenwald bei der Verteilung von Flugblättern zum GCM sowie zur Mitgliederakquise. Auch in der Vorweihnachtszeit geht der Einsatz für unser Land weiter! Gemeinsam für Deutschlands Zukunft!“
Das Agieren der Jungen Alternative passte damals nicht allen im Kreisverband. Kurz vorher im November 2018 hatte ein anonym gebliebenes AfD-Mitglied einen „Hilferuf“ geschrieben und warnte vor „Nazis im Neckar-Odenwald-Kreis“ und „Nazi-Stammtischen im N-O-K, geschehen in Dallau/Pfalz“ sowie vor rechtem Gift in Behörden. Es gebe einen „massiven Streit in der AfD NOK über die Richtung“. Mehrere in dem „Hilferuf“ angeführte „Falken“, darunter „Lukas Huber“ stünden für einen Rechtsruck: „Höcke und Co. soll der Weg geebnet werden. Christliche, konservative und patriotische Werte haben ausgedient. Hardliner und JA machen Druck. … Der ‚Rechte Flügel‘ – Sympathisanten um Höcke, Baum, Poggenburg, Kirst, Brodbeck, Räpple unterstützt von der JA wollen eine andere AfD. Schade und schlecht für die Demokraten in der AfD.“
wollte schon 2018/2019 in Walldürn einen Ortsverband gründen und zu Kommunalwahlen antreten

In dem mitgeschickten Rundschreiben an die Mitglieder des AfD-Kreisverbandes vom November 2018 wurde die Unfähigkeit des Kreisvorsitzenden Uwe Wanke beklagt, während „die fachbezogenen Kompetenzen einzelner Mitglieder in der Regel komplett ignoriert“ würden. Erwähnt wurde auch, dass „ein Mitglied der Jungen Alternative Lukas Huber, welcher in Heidelberg studiert und aus Walldürn stammt“, in Obrigheim bei einer Infoveranstaltung zur Kommunalwahl einen Mitgliedsantrag bei der AfD Neckar-Odenwald stellen wollte, der Kreisvorstand aber vergessen hatte, die Mitgliedsanträge mitzubringen. „Einig sind wir uns in der JA [Kurpfalz] darin, dass sich dieser KV zum Gespött macht.“ „Lukas Huber hatte bereits einen Monat zuvor Herrn Wanke via WhatsApp und Mail angeschrieben und geäußert, Mitglied im KV werden zu wollen – es kam nie eine Antwort. Seine Intention war eigentlich, in seinem Heimatort Walldürn (er hat seinen Hauptwohnsitz in Heidelberg und seinen Nebenwohnsitz in Walldürn) mit weiteren Interessenten und Mitgliedern der Gemeinde einen Ortsverband zu gründen, um bei den Kommunalwahlen anzutreten. Doch die Kontaktaufnahme gestaltete sich unglaublich schwierig.“ Beklagt wurde auch, dass die Anwesenheit von „Personen aus dem politisch linken Spektrum“ bei Stammtischen und Infoveranstaltungen der AfD geduldet würde.
Während der Studentenzeit bei der AfD im Raum Heidelberg aktiv
Irgendwie muss Lukas Huber es aber doch noch geschafft haben, Mitglied bei der AfD zu werden, spätestens als er in Heidelberg studierte. Und im Herbst 2025 ermöglicht ihm seine Nominierung zum Direktkandidaten schließlich auch noch sieben Jahren verspätet seinen persönlichen politischen Durchbruch innerhalb der AfD NOK.
2018 Unterzeichner des „Stuttgarter Aufrufs“ sowie des Appells „Stefan Räpple, du bleibst!“
Lukas Huber war im Jahr 2018 Unterzeichner des „Stuttgarter Aufrufs“ sowie des Appells „Stefan Räpple, du bleibst!“.
Als treibende Kraft hatte die Landtagsabgeordnete aus dem Main-Tauber-Kreis und Höcke-Verehrerin Dr. Christina Baum Ende Oktober 2018 den „Stuttgarter Aufruf“ initiiert, der innerhalb von zwei Wochen von rund 1.200 AfD-Mitgliedern unterzeichnet wurde, darunter 21 MdL und 3 MdB. Der Aufruf wandte sich gegen Ordnungs- und Ausschlussverfahren, die angesichts der drohenden Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz eingeleitet wurden. Die Verfasser sahen die innerparteiliche Meinungsfreiheit bedroht und erklärten, sich „allen Denk- und Sprechverboten innerhalb der Partei“ zu widersetzen. Der „Stuttgarter Aufruf“ erinnerte an die „Ideale“ der Partei und knüpfte an die „Erfurter Resolution“ zwei Jahren zuvor an, wurde aber anscheinend nicht von Björn Höcke unterzeichnet. Gegen den damaligen Parteichef Prof. Dr. Jörg Meuthen zielte Baums Aussage, sie beobachte in der Führung der Partei einen „vorauseilenden Gehorsam“. Parteimitglieder würden schnell abgeurteilt, weil sie eine unbedachte Äußerung gemacht hätten. Dagegen wandte sich der Aufruf. Er endete mit dem Satz: „Es gibt nur eine rote Linie: das Grundgesetz und das Strafgesetzbuch.“ Zum Stuttgarter Aufruf siehe auch hier.
Die Resolution „Stefan Räpple, Du bleibst!“ war angesichts AfD-interner Parteiausschlussverfahren gegen Mitglieder aus dem Umfeld des „Flügel“ initiiert worden. Zu Räpple siehe auch hier.
Kontinuität: früher bei der „Höcke“-Jugend, heute immer noch Höcke-Fan
Lukas Huber hält weiterhin loyal zu dem Rechtsextremisten und Thüringer Oppositionsführer Björn Höcke. So erklärte Lukas Huber im Sommer 2025 auf X: „Wer sich offen zu ihm bekennt (so wie ich das tue), begeht faktischen Suizid, aber jedes Engagement für Höcke lohnt sich.“ Und auch nach der Verkündung seiner Kandidatur hat sich für Huber nichts daran geändert.
kleines Zahlenspielchen aufgegriffen
Anscheinend verunsichert, ob er tatsächlich bei der richtigen Partei rechts der Union ist, befragte Lukas Huber den Wahl-O-Mat. Stolz konnte er verkünden: „Zum Glück kandidiere ich für die richtige Partei: Beim Wahl-O-Mat Baden-Württemberg ist die AfD diejenige Partei, mit der ich die größte Übereinstimmung habe. 80 bis 90 Prozent sind ein guter Richtwert. Nicht jeder stimmt zu 100 Prozent mit seiner Partei überein.“ Gut zu wissen für die Wähler: sie können sich auf Lukas Huber verlassen!
In einem Kommentar griff ein identitäres „Sachsenblut“ mit dem User-Namen „Widukind“ Hubers 88,2 % Übereinstimmung mit der AfD auf, rundete die Zahl auf „88%“ ab und setzte dahinter Emojis mit Lupe, als würde er die rechte Gesinnung Hubers bezweifeln. Es ist anzunehmen, dass „Widukind“ mit der „88“ auf den bei Nazis beliebten Zahlencode des Kürzels des vor 81 bis 93 Jahren obligatorischen Pflichtgrußes im „Tausendjährigen Reich“ anspielte.

Zumindest schien der studierte Mathematiker Lukas Huber das Zahlenspiel zu erkennen, griff es auf und interpretierte die 2 hinter dem Komma: „Die 2 bei 88,2 % steht für B wie Björn!“ Leider erklärt er nicht, wofür die „88“ steht. Vielleicht meint er einfach nur „Hallo Heimat“ oder „Heil Höcke“.
Björn Höcke will nach eigenen Aussagen 20-30 % der Bevölkerung Deutschlands abschieben und bezeichnet dies als ökologisch sinnvoll. Höcke will frei nach Goebbels lieber Wolf als Schaf sein und seine politischen Vorstellungen mit „wohltemperierter Grausamkeit“ durchsetzen. Höcke hetzt unter dem Stichwort „Regenbogen-Imperium“ gegen zahlreiche Menschengruppen und gesellschaftliche Vielfalt und suggeriert damit eine woke Verschwörung. Höcke marschierte 2010 auf Demonstrationen der NPD mit und schrieb – bevor die AfD gegründet wurde – unter Pseudonymen in Nazi-Blättern usw.
Zu Höcke siehe auch: https://www.volksverpetzer.de/analyse/hitler-steckt-in-hoecke/
Logovorschlag für die neue AfD-Jugendorganisation: „Siegfried“ Huber berauscht sich an germanischer Nibelungen-Mythologie

Auch zur Logodiskussion hinsichtlich der Neugründung einer AfD-Jugendorganisation mischte sich Lukas Huber letzten Sommer mit einem Vorschlag auf X ein: „Warum nimmt man nicht einen edlen Herren der deutschen Mythologie und simplifiziert ihn für ein Logo? Siegfried der Drachentöter wäre beispielsweise sehr stabil. Spricht auch die Traditionskatholiken an, die sich an den Heiligen Georg erinnert fühlen.“
Dieser Vorschlag könnte auch als regressiver Ausflug in männliche Jugendfantasien angesehen werden. In einem weiteren Beitrag auf X posierte er mit einem erhobenen Schwert in einem Saal und erklärte mit Richard Wagners Lohengrin: „Für deutsches Land das deutsche Schwert!“
In einem Reply wurde ihm erwidert: „Sehr gut! Es steht jedoch so schlecht um uns, dass es vielmehr eines Hagens bedarf als eines Siegfrieds. …, aber generell wäre ein Logo inspiriert von den Nibelungen klasse.“ Huber freute sich darüber und ergänzte: „Ja. Und dann müssen noch die maskulinen Proportionen stimmen.“
Fußball-Experte Lukas Huber über die Deutsche Nationalmannschaft: „Was, bitteschön, soll an der deutschen Nationalmannschaft noch deutsch, national oder männlich sein“
Im Sommer 2021 hatte Lukas Huber Gelegenheit, für den AfD-nahen Schriesheimer Demokratie- und Kulturvereins e.V. im örtlichen Mitteilungsblatt gegen die Nationalmannschaft zu hetzen.
Er schrieb: „Was, bitteschön, soll an der deutschen Nationalmannschaft noch deutsch, national oder männlich sein“. Und warum Torwart Manuel Neuer nicht mehr die klassisch-schwarze Spielführerbinde trägt, sondern mit den Regenbogen-Farben für LGBTQ, für die lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche und queere Bewegung, am Oberarm aufläuft und gegen Rassismus in die Knie geht? Das treibe seiner Meinung nach „den Minderheitenkult auf die Spitze“. Der Text „Wir wollen keine Knechte!“ und der im Februar gegründete Verein sorgten für Aufsehen über Schriesheim hinaus.
In nationalistischer erklärte Lukas Huber in seinem Fußball-Beitrag: „Eine deutsche Fußballnationalmannschaft, die ihrem Namen gerecht werden will, ist als Kulturträger und sportlicher Repräsentant des Deutschtums in der moralischen Pflicht, in aller Konsequenz deutsche Tugenden, deutsche Kultur und das schwarz-rot-goldene Banner in Europa zu vertreten. Interessen von Parallelkulturen aus den USA müssen dagegen tabu sein!“ Der lustlose Auftritt der Deutschen bei der Europameisterschaft habe jedenfalls jegliches Prinzip von Motivation und Tatkraft vermissen lassen.
Der „Schriesheimer Demokratie- und Kulturverein“
Der deutschtümelnde Schriesheimer „Demokratie- und Kulturverein“ war im Mai 2021 gegründet worden. Der Vereinsvorsitzende Thomas Kröber sitzt seit der Wahl 2019 für die AfD im Schriesheimer Gemeinderat. Mit seiner Gründung erhielt der Verein auch die Möglichkeit, für das Amtliche Mitteilungsblatt der Stadt eigene Beiträge zu publizieren. Im Veröffentlichungsteil für Vereine äußerte sich der AfD-Stadtrat in seiner Funktion als Vorsitzender dieses Vereins daher regelmäßig zu aktuellen politischen Themen aus AfD-Sicht.
So verbreitete Kröber am 21. September 2022 die Verschwörungstheorie vom „Bevölkerungsaustausch“. Am 5. Oktober begründete Kröber sein Fernbleiben bei der offiziellen Einbürgerungsfeier der Stadt mit heftiger Kritik: „Ist damit gemeint, dass man vermehrt Frauen mit Kopftuch und langen Mänteln sowie Männer mit Bärten auf den Straßen sieht?“ Im Dezember 2022 wurde aber der Abdruck einer volksverhetzenden Formulierung Kröbers gestoppt. Er wollte den Satz veröffentlichen: „Aber auch jede Menge Mörder, Vergewaltiger, Deserteure und Psychopathen strömen in unser Land.“

Außer in dem Amtlichen Mitteilungsblatt veröffentlichte der AfD-nahe Schriesheimer Verein Beiträge in einer eigenen „Zeitung“, der „Schriesheimer Bote“. Der letzte Online-Beitrag auf der Homepage des Vereins stammt vom Mai 2025.
Der neue Schriesheimer Bürgermeister Christopf Oeldorf schlug schließlich vor, die Herausgabe des Mitteilungsblatts an den Nussbaum-Verlag zu übertragen, da dieser anders als die Kommune nicht an das politische Neutralitätsgebot gebunden sei.
Auseinandersetzung im Heidelberger Stadtteilverein Neuenheim
Im Jahr 2023 kam es zu einer Auseinandersetzung um den Heidelberger Stadtteilverein Neuenheim, nachdem im August 2023 der AfD-Politiker Albert Maul in den Beirat des erweiterten Vorstandes gewählt worden war. Aus Protest gegen die Wahl traten einige Mitglieder aus dem Verein aus, unter anderen mit dem Sportverein ASC Neuenheim 1978 der größte Verein. Der Heidelberger Stadtrat Waseem Butt von „Heidelberg in Bewegung“ beklagte in der RNZ eine Normalisierung rechter Politik, während der Verein erwiderte, dass Parteizugehörigkeiten keine Rolle spielten.
Der AfD-Politiker Albert Maul und ein weiterer Mann suchten Butt daraufhin an seiner Arbeitsstelle auf, ein Lebensmittelgeschäft in der Heidelberger Weststadt, um ihn dort zur Rede zu stellen. Butt berichtete, dass er angeschrien und beleidigt worden sei. Eine Videoaufnahme belegte, dass Maul sowohl in seiner Rolle als AfD-Mitglied als auch in seiner Rolle als Vorstandsmitglied des Stadtteilvereins Neuenheim auftrat.
In einer Sondersitzung beschloss der Stadtteilverein daraufhin den Ausschluss des AfD-Manns aus dem Verein. Maul habe „in erheblichem Maße gegen die Interessen des Stadtteilvereins verstoßen. Der Stadtteilverein Neuenheim distanziert sich entschieden von diesem Verhalten des betreffenden Beirats.“
Kurz vor diesen Ereignissen hatten Frauenverbände beklagt, „dass bei den fünf teilweise neu zu wählenden Vorstandsmitgliedern keine Frau gewählt wurde“ und ein AfD-Mann einer Frau vorgezogen worden war. Aufgrund dieser Kritik wählte der Vorstand schließlich fünf Frauen als zusätzliche Beiräte.
Mitte Oktober 2023 meldete sich zu diesen Auseinandersetzungen auch Lukas Huber mit einem Beitrag zu Wort, der in drei reaktionär-rechten Online-Seiten unter der Überschrift „Politmedialer Komplex sorgt für AfD-Säuberungen in Vereinen“ abgedruckt wurde – einer davon mit der Zwischenüberschrift „Quotenfrauen statt unliebsamen Ehrenamtlichen“.

Das Schweizer Portal „Auf der Lichtung“ illustrierte den Beitrag von Lukas Huber zudem mit zwei antifeministischen Witzen.
Lukas Huber machte in seinem Beitrag aus der Auseinandersetzung eine feministische Intrige eines „politmedialen Komplexes“ aus „Presse und Stadtrat“ in der „linken Akademikerstadt Heidelberg“, um „Frauen – zwecks Umsetzung der Quote – in Vorständen installieren zu können.“ Huber zitierte den Kreisvorstand der AfD Heidelberg, der eine „Hetzkampagne gegen unser Parteimitglied“, eine Vereine bevormundende „Einheitsfront an Parteien“, ein einschüchterndes „totalitäres Gebaren“ und eine „menschenverachtende Ausgrenzung“ beklagte. Die vorverurteilende RNZ-Berichterstattung verstoße aus ihrer Sicht „gegen den Pressekodex“.
„Fachmitarbeiter“ für Entwicklungshilfepolitik bei den AfD-MdB Johann Martel (Walldürn) und Matthias Rentzsch (Sachsen)
Laut eigenen Angaben erwarb sich Lukas Huber nach seinem Studium zum Master of Science in Mathematik „mehrere Jahre Berufserfahrung als Finanz- und Versicherungsmathematiker sowie Privatlehrer für Mathematik“.

Mutmaßlich wird oder wurde der AfD-Direktkandidat Lukas Huber aber auch als „Fachmitarbeiter“ für Entwicklungshilfepolitik (bzw. eher für die Abschaffung der Entwicklungshilfe) bei AfD-MdB Johann Martel aus dem NOK und dessen sächsischen Fraktionskollegen Matthias Rentzsch beschäftigt. Zumindest wurde Huber von Martel als einer ihrer „Fachmitarbeiter“ in zwei X-Posts vom Oktober 2025 vorgestellt.

Daher stellt sich allerdings die Frage, warum Lukas Huber diese Beschäftigung bei seiner Vorstellung als AfD-Direktkandidat im NOK und anscheinend auch sonst nicht in seinem Account auf X erwähnt: Ist es anrüchig, bei Martel beschäftigt zu werden? Hatte Lukas Huber einen Bruch in seiner Berufsbiografie gehabt, dass er bei Martel und Rentzsch unter kam? Hat er als Finanz- und Versicherungsmathematiker hinsichtlich Entwicklungspolitik nicht die geeignete Qualifikation? Oder hat er einfach nur ein mulmiges Gefühl, dass eine solche Anstellung bei seinem ebenfalls aus Walldürn stammenden Parteifreund Johann Martel bzw. dessen Kollegen „ein Geschmäckle“ haben könnte? Zumindest ist es keine „Vetternwirtschaft“, da kein Verwandtschaftsverhältnis vorliegt.
Exkurs: Versorgung von Familienangehörigen mit Jobs bei anderen AfD-Politikern

Aus der AfD heraus wurde immer wieder das „Berufspolitikertum“ der „Altparteien“ angegriffen. Laut einer Leitlinie aus dem Jahr 2016 sollten die Kandidaten der AfD daher mindestens fünf Berufsjahre hinter sich haben.
Aktuell werden in den Medien aber Vorwürfe von „Vetternwirtschaft“ und „Versorgungsnetzwerken“ innerhalb der AfD erhoben. Selbst AfD-Chef Tino Chrupalla sprach von dem bereits genannten „Geschmäckle“.
In den Medien skandalisiert wurde unter anderem, dass die Ehefrau des AfD-Ministerpräsidentenkandidaten Markus Frohnmaier als Büroleiterin bei AfD-MdB Johann Martel aus Baden-Württemberg beschäftigt wird. Früher soll Frohnmaiers Partnerin Daria als Journalistin bei der russischen regierungsnahen Zeitung „Iswestija“ gearbeitet haben. Zu Frohnmaier siehe auch ausführlich hier.
Ebenfalls aus Baden-Württemberg beschäftigt ein Stellvertreter Frohnmaiers im Landesvorstand, der Bundestagsabgeordnete und baupolitische Sprecher der Fraktion Marc Bernhard, den Sohn der EU-Abgeordneten Anja Arndt.
Solche oder ähnliche Vorwürfe richtet die AfD ansonsten gerne an die „Altparteien“ mit ihrem Filz. In der AfD betroffen von den Vorwürfen ist beispielsweise auch der Spitzenkandidat der AfD Sachsen-Anhalt Ulrich Siegmund, dessen Vater über eine solche Anstellung im Büro eines anderen Bundestagsabgeordneten mehr als 90.000 Euro pro Jahr verdienen soll. Selbst aus der AfD heraus wird ein „mafiöses System“ und „Versorgungsnetzwerke“ in der AfD Sachsen-Anhalt kritisiert.
Die taz schreibt: „Dabei war Siegmund selbst einst angetreten gegen eingefahrenen Politikfilz, Mauscheleien und Steuerverschwender„. Gleich drei Geschwister des parlamentarischen Geschäftsführers in Sachsen-Anhalt, Tobias Rausch, arbeiten im Bundestagsbüro der Parteifreundin Claudia Weiss. Deren Tochter wiederum arbeitet für die AfD-Fraktion im Landtag Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit Rauschs Partnerin, die dort 6.000 Euro kassieren soll.
„Zahlen. Daten. Fakten. Huber.“

Auch wenn sich Lukas Huber sich mit Zahlen auskennt, so scheint er auf seinem Flyer das falsche Deckblatt verwendet zu haben. Denn Zahlen und Daten findet mensch in dem Flyer nur wenige: die Wahlkreisnummer, sein Geburtsjahr, der Wahltag, die Kontonummer der AfD, eine Hausnummer und eine Postleitzahl. Auch die Fakten sind eher knapp gehalten. So legt er den Fokus auf seine wichtigsten, in der Kürze aber eher allgemein gehaltenen Forderungen und Ziele.
Das aussagekräftigere Wahlprogramm Hubers findet sich dann auf seinen Seiten in den Sozialen Medien.
Präsenz in den sozialen Medien

Im November 2024 richtete Lukas Huber seinen Account auf X ein und fixierte als obersten Beitrag und mit Verweis auf Hashtag Elon Musk bekennend: „Die eigene Meinung darf kein Luxus sein. Deswegen bin ich ab sofort hier auf X zu finden.“

Im Herbst 2025 – noch vor Beginn der Bekanntgabe seiner AfD-Direktkandidatur – legte er sich Zugänge auch in anderen sozialen Medien zu, wobei ihm X am liebsten blieb. Gegen Ende Oktober meldete er sich auf Tiktok und Instagram an. Einen Monat später rang er sich auch noch zur Anmeldung auf Facebook durch.
Hallo, ich bin auch da…

Lukas Huber ist ein fleißiger Wahlkämpfer und Politiker in spe. Er will gesehen und bekannt werden und ist seit seiner Kandidatur zu zahlreichen Bürger- und Neujahrsempfängen und bei anderen öffentlichen Veranstaltungen im Neckar-Odenwald-Kreis unterwegs.
So war er beispielsweise bei der Eröffnung des REWE-Marktes in Allfeld. Am 17. Januar durfte er beim Bürgerempfang in Billigheim das Badnerlied mitsingen: „Heimat und Identität sind hier fest verankert in den kleinen Dörfern.“ Am Tag vor Silvester war er in der Stiftskirche Mosbach beim Festgottesdienst 150 Jahre DRK-Kreisverband. In den Gemeinden ist er mit Infoständen unterwegs.
Wie sieht sein Leben als Wahlkämpfer aus? „Mit Bürgern sprechen, gemeinsam Schnitzel essen und in Endlosschleife das Badnerlied anstimmen – für mich als hoffentlich baldiger Heimatpolitiker Standardprogramm, aber immer erhebend!“
Bei der Veranstaltung mit dem Ministerpräsidentenkandidaten Markus Frohnmayer am 31. Januar 2026 in der Krone in Diedesheim war Lukas Huber dann in seinem Element: „Erhebender Moment, wenn alle Gäste auf der Wahlkampfveranstaltung gemeinsam das Badnerlied singen und der Direktkandidat dabei Klavier spielen darf!“
„Retter in der Not: der örtliche Wurstautomat!“

Auch beim demonstrativen Wurst- und Fleischessen bzw. „fetischhaften Wurstgefresse“ (Habeck über Söder) kann er mit Politikern wie Merz, Söder, Dobrindt und Rainer mithalten. Allerdings muss Huber, der von einem muskelbepackten Siegfried auf einem JA-Logo träumt, dabei selber aufpassen, dass er mittelfristig nicht ein Bisschen Hüftgold ansetzt:
„Wie geil, dass es regionale Wurstautomaten gibt. Ich komme gerade vom Neujahrempfang der Gemeinde Großeicholzheim in Seckach. Halb 12 nachts am Feiertag, ich habe Hunger. Kein Laden hat weit und breit offen. Aber zum Glück gibt es auf dem Heimweg einen Wurstautomaten mit regionalen Köstlichkeiten und hab mir was mitgenommen … Aber da drin steckt ganz viel Heimat und ganz viel Liebe, und ich empfehle Euch wirklich, diese Produkte zu erwerben, weil Ihr damit auch ein Stück Eure Heimat und Euren Mittelstand rettet!“
Lukas Huber, die Milliarden des Theo Müller, die Milchbauern und die Schließung der Landliebe-Standorte in Schefflenz und Heilbronn

Im August war Lukas Huber wohl in Ostdeutschland – vielleicht beruflich als Experte für Entwicklungshilfepolitik – unterwegs. Denn dieses Mal konsumierte er nicht Produkte aus seiner Heimat, sondern aus Sachsen. Immerhin zeigte sich Lukas Huber straight deutsch bei seiner Käseauswahl. In seinem Unmut über „diese bescheuert links-woke bemalten Käsepackungen“ von Milram – die aber immerhin dazu taugen könnten, „Veganer … wieder zum Verzehr von Milchprodukten zu bewegen“ –, warb er für die „Sachsenmilch“.
Denn Sachsenmilch gehört eben auch dem Theo Müller, der nebenbei ein Gesprächspartner von Alice Weidel und ideeller Förderer der AfD ist. Müller will allerdings nicht dazu stehen und hat deswegen gegen die NGO Campact geklagt. Dummerweise hat er vor wenigen Tagen damit vor dem Landgericht Hamburg verloren: Campact darf weiterhin erklären: „Theo Müller unterstützt die AfD.“

Da hat Huber nochmals Glück gehabt, denn ansonsten könnte Theo Müller vielleicht auch ihn verklagen. In einem Video behauptet Huber nämlich ebenfalls: „Müller … steht an der Seite der AfD und Alice Weidel.“
Diese Nähe von Müller und AfD dürfte auch der Hauptgrund für Lukas Huber sein, dass er Theo Müller in dem Video „Vom Industrieland zum Abwanderungsstandort: Baden-Württemberg im freien Fall“ als beispielhaften Unternehmer lobte, den er eigenartiger Weise der ambitionslosen Wirtschaftspolitik von Bundeskanzler Merz gegenüber stellte.

Wahrscheinlich ist dies auch sein Video mit der bisher höchsten Reichweite, da es im AfD-nahen Deutschlandkurier gepostet wurde.
Der Wirtschafts- und Heimatpolitiker Lukas Huber hat dabei in seinem Lob auf den Multimilliardär Theo Müller vergessen zu erwähnen, dass dieser bis Sommer 2026 die Landliebe-Standorte Heilbronn und Unterschefflenz mit zusammen über 400 Beschäftigten schließen will. In Hubers Wahlkreis sind davon 20 Arbeitsplätze in Schefflenz betroffen.
Das Familienunternehmen aus Aretsried in Schwaben/Bayern ist für seine Marken wie Müllermilch, Sachsenmilch und Weihenstephan bekannt. 2022 hatte die Unternehmensgruppe „Theo Müller“ angekündigt, die Marken Landliebe, Südmilch, Puddis, Mondelice und Tuffi sowie drei deutsche Werke der niederländischen Molkereigenossenschaft von Friesland Campina übernehmen zu wollen. Nur ein Jahr später, nachdem im Februar 2023 das Bundeskartellamt dann den Deal genehmigte, kündigte Theo Müller die Schließung der beiden Landliebe-Werke in Heilbronn und Schefflenz an. Vermutet wird, dass Theo Müller die nicht mehr rentable Marke übernahm, um unliebsame Konkurrenz abzuschütteln und seine Marktmacht auszubauen. Ein Gewerkschafter der NGG hätte sich damals als „Alternative zur Werksschließung die Investition in Innovation, Zukunftsfähigkeit und nachhaltige Beschäftigungssicherung“ gewünscht.
Solche Unternehmenspolitik ist bei Müller nichts Neues: 2005 kritisierte der BUND, dass die finanzstarke Müller-Gruppe aus EU-, Bundes- und sächsischen Landesmitteln über 70 Millionen Euro Subventionen kassierte, um die insolvente Molkerei in Leppersdorf zum größten Milchwerk Europas in Sachsen auszubauen. Gleichzeitig waren Arbeitsplätze verloren gegangen, weil zwei andere Werke in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen stillgelegt worden waren.
Die Familie Müller war 2003 in die Schweiz gezogen, um der Erbschaftssteuer zu entkommen. Theo Müller gehörte 2025 gerade noch zu den 25 reichsten Deutschen und verfügt aktuell über ein Vermögen von rund 6,5 Milliarden Euro.
An sich ist Theo Müller auch kein „Milchproduzent“, wie Lukas Huber meint, sondern ein Produzent für Molkereiprodukte. Die Milchproduzenten sind die Milchbauern, und auch die sind nicht immer gut auf Theo Müller zu sprechen:
Die Milcherzeugergemeinschaften (MEG) Augsburg und Nordschwaben beteiligten sich 2008 an einem Protestmarsch für einen „fairen Milchpreis“ zur Großmolkerei Müllermilch. 2.000 Bauern aus ganz Bayern nahmen teil. Müllermilch kündigte daraufhin den Bauern der MEG die Geschäftsbeziehungen auf. Die Bauern wiederum warfen dem Unternehmen Erpressungsversuche vor, die das Ziel hätten, die Milcherzeugergemeinschaften (MEG) aufzubrechen. Denn die Molkerei habe zum einen mehrjährige Einzelverträge mit einem Milchpreis von 41 Cent je Liter angeboten. Den MEG-Mitgliedern habe sie dagegen einen Monatspreis von derzeit 30 Cent angeboten. Der Kabarettist Ottfried Fischer bezeichnete Müllermilch deshalb als „Heuschreckenplage“.
2017 protestierten Bauern gegen Müller, weil sie weniger Geld als ausgemacht bekommen haben sollen. Sachsenmilch verklagte 2019 jene Landwirte und Interessenvertretungen, die für höhere Preise im Juni 2018 Zufahrten zu Molkereien blockiert hatten. 2019 blockierten etwa 200 Bauern mit Traktoren und Sattelschleppern den größten Milchbetrieb Deutschlands, die Sachsenmilch-Molkerei in Leppersdorf. Im November 2020 protestierten Landwirte vor der Molkerei Weihenstephan gegen Müllermilch wegen „ruinöser“ Milchpreise. Im April 2024 lag Müller „in der unteren Tabellenhälfte“ bei den bezahlten Milchpreisen an die Landwirte.
Eine Kritik aus dem Jahr 2013 berichtet, dass Müller zahlreiche staatliche Gesetze und Verordnungen missachtet habe: Dazu gehörte, dass mehrmals schwarz ohne Baugenehmigung gebaut wurde, unerlaubt Grundwasser entnommen wurde und Umweltrichtlinien missachtet wurden. Gleichzeitig hatte das Unternehmen zahlreiche Fördermittel und Subventionen abgegriffen. Unliebsame Kritiker dieser Unternehmenspolitik sollten mittels Gerichtsprozessen eingeschüchtert werden.
Vergleich von Äpfeln und Birnen
Ansonsten ist die Gegenüberstellung der Wirtschaftspolitik der Bundesregierung und der strukturellen Krise der Automobil-Industrie einerseits sowie der Milchwirtschaft andererseits ein Vergleich von Äpfel und Birnen.
Indirekt profitiert die Unternehmensgruppe Theo Müller auch von den Agrarsubventionen der EU. Diese fließen zu über 80 Prozent in die Produktion von tierischen Lebensmitteln wie Fleisch, Milchprodukte und Eier. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) macht rund ein Drittel des EU-Haushalts aus, in der derzeitigen Förderperiode entspricht dies rund 55 Milliarden Euro. Trotzdem müssen Milchbauern sich immer wieder gegen Großmolkerei-Konzerne wie Müller-Milch wegen nicht Kosten deckenden Milchpreisen wehren.
Wirtschaftspolitisch geradezu lächerlich ist daher die Feststellung Hubers: „Die Mittelstandsvereinigung der Union sollte sich eher ein Beispiel an Theo Müller nehmen. Müller ist seit Jahren ein erfolgreicher Milchproduzent und steht an der Seite der AfD und Alice Weidel. Er knickt trotz linken Gegenwinds nicht ein und bleibt in seinem Gewerbe erfolgreich.“
Die „Mutfrau“ Emely Knorr versichert: „Ja, lieber Lukas, selbstverständlich gibt es nur zwei Geschlechter“
Anfang dieses Jahres hatte Lukas Huber mit Emely Knorr einen wissenschaftlichen Austausch über Sexualerziehung: „Gemeinsam werden sich Emely Knorr für das benachbarte Heilbronn und ich für den Neckar-Odenwald-Kreis um konservative Familienpolitik fernab der LGBTQ-Propaganda kümmern – zum Schutz unserer Kinder!“. Allerdings ist nicht bekannt, dass Lukas Huber Kinder hat, die er hier beansprucht. Lukas Huber und Emely Knorr konnten sich aber gegenseitig versichern, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Huber möchte im Landtag wieder „stabile Familienpolitiker“ haben.

Emely Knorr ist AfD-Ersatzkandidatin im Wahlkreis Heilbronn und steht auf Platz 20 der Landesliste, womit sie gute Chancen hat, im März 2026 in den Landtag einzuziehen. Sie ist „parlamentarische Referentin“ bei AfD-MdL Dennis Klecker.

Im Mai 2025 hatte sie zusammen mit Herausgeber Stephan Schwarz – keine Frau, auf Platz 18 der Landesliste, ebenfalls „parlamentarischer Referent“ – auch an einem nicht öffentlich bekannt gegebenen Ort im Neckar-Odenwald-Kreis das Sammelbändchen „Mutfrauen“ vorgestellt. Beatrix von Storch hat ein Geleitwort dazugegeben. Das „spannende Buch“ (oder doch eher langweilig?) erschien im November 2024 im rechtskonservativen baden-württembergischen Gerhard-Hess-Verlag. „Erfolgreich mit Qualität. Ohne Quote. Ohne Quatsch.“ zeichne die AfD-Mutfrauen aus – „keine angepassten mit Gratismut“.

In einem Kurztext zum Buch wird behauptet, dass „in der Bundesrepublik unserer Tage … das Frausein … genauso wegdefiniert“ würde „wie die Schutz- und Rückzugsräume der Frauen von der Sauna bis zur Toilette“. Immerhin – denn früher war es vor allem reaktionäre Rechte, die sich gegen die Finanzierung solcher Räume wie Frauenhäuser ausgesprochen haben. Neben der durch die „Einwanderung der letzten Jahre“ ins Land gebrachten „archaischen Bräuche und gewalttätigen Verhaltensmuster“ würden „junge Frauen … immer stärker dem Druck ausgesetzt, möglichst lange dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen und Themen wie Familiengründung und -leben hinten anzustellen.“ Frauen seien einer „autoritären Linken ausgesetzt“.
„Mutfrauen“ – eine Minderheit innerhalb der AfD Baden-Württemberg
Anscheinend sind die „Mutfrauen“ aber eine deutliche Minderheit innerhalb der politisch aktiven Mitglieder der Landes-AfD. Von den 60 Kandidaten auf der Landesliste sind gerade einmal sieben Frauen. Emely Knorr ist auf Platz 20 dabei die zweitvorderste Kandidatin. Noch schlechter sieht es bei den Bewerbern für ein Direktmandat in den 70 Wahlkreisen aus. Davon sind gerade einmal sechs Frauen. Das macht zusammen rund 10 % der Kandidaten und Kandidatinnen der AfD.
Da in der AfD Frauen aber aufgrund ihrer Unterrepräsentanz kaum selber ihre Interessen vertreten können, sind sie im parlamentarischen Betrieb vor allem auf das paternalistische Wohlwollen ihrer männlichen Parteifreunde angewiesen.

Darunter verstehen Lukas Huber und Alice Weidel auch die Einschränkung der Selbstbestimmung von Frauen über ihren eigenen Körper und der Möglichkeiten zur Abtreibung, wozu sie „drastische Mittel“ ankündigen. Angesichts Hubers Patriotismus und der Furcht Rechter vor dem Aussterben des deutschen Volkes sei hier aber unterstellt, dass er mit „Lebensschutz“ vor allem den Schutz deutschen Lebens meint.

Ob Lukas Huber auch ein guter Vertreter weiblicher Interessen im Parlament wäre, kann angesichts eines sexistischen Tipps von Martin Luther, „wie oft man es machen soll“, bezweifelt werden. Zustimmend postete Huber seine und Martin Luthers sexuelle Fantasien: „Das ist der Frau’n Gebühr / In der Woche zwier / Schadet weder Dir noch ihr / Macht im Jahre hundertvier.“ Das hört sich eher nach Ehe als Prostitutionsvertrag, der fremdbestimmten Unterordnung der Frau unter die sexuellen Bedürfnisse von Männern oder gar nach Frau als Gebärmaschine an.
Anlass für seine antifeministischen Ergüsse war ein Video „Ist 50 wirklich die neue 30?“, anhand dessen er gegen Lebensentwürfe von Frauen, die zu seinem Weltbild nicht passen, unter dem Stichwort „Antinatalismus“ gehässig polemisiert: „50 ist das ideale Alter, um nach Ablauf der biologischen Fruchtbarkeit, aus der Frau nie etwas gemacht hat, erstmals Kötermama zu werden.“
Entwicklungshilfepolitik: Kein Verständnis für Alltagsnöte von Frauen
Der AfD-Bundestagsabgeordnete Johann Martel (Wahlkreis Odenwald-Tauber), der zusammen mit Matthias Rentzsch für die AfD im Entwicklungshilfeausschuss sitzt, zielte in seiner ersten Bundestagsrede gegen „die Entwicklungspolitik von Schwarz-Rot“. Alle „Gender-Projekte“ im Ausland müssten gestoppt werden. Dabei sind es vor allem gerade sie, die der Stärkung, Emanzipation und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen dienen und besonders nachhaltig eingesetzte Mittel sind. Denn im Alltag, im Haushalt, in der Familie und für ihre Kinder handeln und entscheiden Frauen im Alltag oft verantwortungsbewusster als Männer. Aufklärung und Bildung von Frauen tragen auch zu einer sinnvollen Familienplanung und Geburtenregulierung bei. Martel spricht jedoch vom „Missbrauch von Steuergeld für die Gender-Projekte oder für politische Kreuzzüge deutscher Parteien im Ausland“.
Von daher ist die Agitation gegen Entwicklungshilfepolitik unter dem Reizwort „Gender-Projekte“ und unter Mobilisierung nationalistischer Sozialneid-Gefühle ein Ausdruck von empathieloser Ignoranz gegenüber den Nöten von Frauen im Alltag und in der Gesellschaft. Martel nannte als Begründung für seinen Vorstoß, dass dadurch die Bürger und Unternehmer bei den 5,2 Milliarden Euro Stromsteuer entlastet werden könnten. Er beklagt, dass stattdessen „weltweit 4.500 Entwicklungsprojekte für Gender Mainstreaming, davon fast 1.700 ausländische Gender Mainstreaming Projekte der Deutschen Katholischen und Evangelischen Kirchen“ finanziert würden.
Für Mosbach gegen Rechts ist hingegen von einem christlichen oder humanistischen Standpunkt nichts Verwerfliches daran, wenn kirchliche Organisationen für Entwicklungshilfe „330.000 Euro für gendersensitive Dorfentwicklung in Bangla-Desh“ und „192.000 Euro für „gendergerechte und dem Klimawandel angepasste biologische Landwirtschaft auf den Philippinen“ erhalten. Das ist sinnvoll angelegtes Geld für nachhaltige Entwicklung. Es wäre gut, Martel, Rentzsch und seine Mitarbeiter wie Huber würden sich ernsthaft mit den Alltagsnöten von Menschen – insbesondere von Frauen – wie Ernährung, Gesundheit, Zugang zu Land, Wasser, Boden und Produktionsmitteln, Bildung und gesellschaftlicher Teilhabe in solchen Ländern zu beschäftigen, anstatt gegen Basis-Entwicklungshilfe zu polemisieren.
nach den „Radwegen für Peru“ neuer Frauenwitz: Steuergelder für Damenbinden aus Bananenfasern in Burundi
Auch der Mathematiker Lukas Huber (bei Johann Martel Fachmitarbeiter für Entwicklungshilfe) versteht es, mit einem solchen, ihm und anderen Rechten lächerlich erscheinenden Projekt der Landesregierung – Entwicklungshilfe zur Herstellung von Damenbinden aus Bananenfasern in Burundi – Sozialneid zu schüren und das gesunde Volksempfinden und männliche Empörung zu mobilisieren: „Das Land Baden-württemberg zahlt mit unseren Steuergeldern Hühnerzuchtprojekte und die Produktion von Damenbinden in Burundi! Das klingt unglaubich, ist aber wirklich so! Die schwarz-grüne Landesregierung verschwendet unsere baden-württembergische Steuergelder, um sie Afrika zugute zu kommen. Ich halte das für einen sehr großen Missstand.“

Schon vor Huber haben andere rechte Reaktionäre in populistischer Manier dieses Thema aufgegriffen: Anton Baron, der Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag, bemühte schon im September 2025 eine Karikatur: „Millionen“ würden für „kuriose“ und „teils völlig abwegige und fragwürdige Projekte in aller Welt“ wie „Bananenfaser-Binden und wasserautarke Hochbeete in Burundi“ verschwendet, während „im eigenen Land dringend notwendige Investitionen ausbleiben“ und „Schulen und Krankenhäuser verfallen“.

Auch „Rudfly“, ein „gut gelaunter“ Tiktoker, belustigst sich über den neuen scheinbaren Skandal nach der Empörung über die „Radwege in Peru“, was inzwischen ein alter Hut sei.
Und die rechtslibertären Apollo News stellen ausgegebene Beträge zwar mehr differenziert dar. Beispielsweise werde für die Herstellung von Bananenfaser-Binden in Burundi 20.000 Euro ausgegeben. Sie gehen aber nicht auf die Bedeutung solcher „Kleinstprojekte“ ein. Apollo gibt lieber AfD-MdL Dennis Klecker das Wort, das zur Empörung einlädt: „Während in Baden-Württemberg Schulen verfallen und Krankenhäuser ums Überleben kämpfen, verteilt die Landesregierung Millionenbeträge ins Ausland.“
Den anständig Steuern zahlenden und und unter finanziellen Lasten ächzenden Bürgern wird hier ein Nullsummenspiel suggeriert: Die nach Burundi fließenden Millionen fehlen in ihrem Geldbeutel.
Dass aber auch anderweitige Milliardengewinne und -vermögen zugunsten der Daseinsvorsorge abgeschöpft werden könnten, kommt der AfD wie auch den Parteien der politischen Mitte nicht in den Sinn: Die UBS-Bank berechnete, dass in Deutschland die Zahl der Milliardäre von 2024 auf 2025 um ein Drittel auf 156 stieg. Ein Viertel davon hat es danach aus eigener Kraft in den Club der Superreichen geschafft. Die Milliardäre in Deutschland konnten ihr Vermögen im Vergleich zum Vorjahr um 145,9 auf 692,1 Milliarden Dollar steigern. Andere Berechnungen gehen von noch höheren Zahlen aus. Dass eine solche Verteilung des Reichtums unanständig und schädlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sein könnte, ist für die AfD abwegig. Auch sie will die Einführung einer Vermögenssteuer für (Super-)Reiche und eine höhere Besteuerung solcher Erbschaften nicht in Betracht ziehen.
Die AfD demonstriert damit ihre Ignoranz und Empathielosigkeit gegenüber den Alltagsnöten von Menschen, insbesondere von Frauen in aller Welt. Stattdessen empören und belustigen sie sich über Mittel, die dazu dienen, die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen bei Bildung, Arbeit, Alltag und damit Emanzipation zu fördern. Die Welthungerhilfe stellte 2015 fest, dass Schulmädchen in Uganda 20 Prozent des Schulunterrichts verpassen, weil sie kein Geld für die Anschaffung von Binden und anderen Hygieneartikeln haben. Etwa 10 Prozent des gesamten Monatseinkommens einer oft vielköpfigen Familie müssten dafür aufgebracht werden. Damenbinden aus Bananenfasern könnten dabei eine lokal angepasste Möglichkeit des Umgangs mit Menstruation darstellen: „Diese zeichnet sich durch grosse Saugfähigkeit aus. Zudem ist sie nach 6 Monaten biologisch abgebaut“ und können kompostiert werden. Entwicklungshilfeprojekte in Burundi im Bereich Agroforst sind dabei nicht nur Einbahnstraßen, sondern fördern beispielsweise auch den gegenseitigen Handel mit ökologisch und biodivers angebauten Lebensmitteln. Damit ist Lukas Huber allerdings nicht gedient, da er sicherlich statt exportiertem Bohnenkaffee wohl eher heimischen Kaffee aus Getreide, Lupinen und ökologisch und regional angebauter Zichorie konsumiert.
Vermutlich beschäftigen sich Huber, Martel, Rentzsch und Co. nicht wirklich inhaltlich mit Entwicklungshilfe, sondern – das sei hier unterstellt – mit deren Verunglimpfung und Abschaffung nach Trumpschem Vorbild.
Huber polemisiert über Radwegebau und Klimaschutzmaßnahmen

In den Tagen nach Mitte November 2025 hatte Lukas Huber gefroren, teilt er uns mit. Neidisch muss er anerkennen, dass die Grünen und die CDU mit ihren Ausgaben das Weltklima gerettet hätten. Denn seit 2024 habe die Landesregierung Baden-Württemberg 165 Millionen Euro für neue Radwege ausgegeben. In seinem ironischen Beitrag suggeriert Lukas Huber, dass größere Ausgaben für Radwege etwas Unanständiges oder Überzogenes seien.
Wir dürfen Lukas Huber, den „bekennenden Autofahrer“, der „das letzte Mal zu Studienzeiten vor etwa fünf Jahren im Neckar-Odenwald-Kreis Bus oder Bahn“ gefahren ist, aber beruhigen:
Für den Ausbau, Erhalt und Neubau von Straßen, Fahrbahnen, Straßenbrücken usw. gibt die Landesregierung immer noch einiges mehr aus. Von daher muss die temporäre Kälte andere Ursachen haben. Die Klimazerstörung geht unvermindert weiter – mit Folgen, die Huber und die AfD sich eigentlich nicht wünschen können: Anbauflächen für Nahrungsmittel und Lebensräume für Menschen und Weidevieh werden weniger werden: https://www.agrarheute.com/management/100-mio-tierhalter-betroffen-weideflaechen-koennten-halbieren-639084 Es ist dadurch absehbar, dass Kriege um Ressourcen und weltweite Migrationsströme zunehmen werden.
2024 war global das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und auch das Jahr 2025 war immer noch das drittwärmste. Und selbst wenn es nun für wenige Jahre etwas abkühlen sollte, weil El Nino für wenige Jahre von La Nina abgelöst wird, so finden diese Zyklen jedes Mal auf einem zum Teil deutlich höheren Niveau ab wie die jeweils vorherigen. Und auch die mittlere Oberflächentemperatur der Ozeane lag in den letzten Jahren mindestens 0,5 Grad über dem langjährigen vorherigen Mittel: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1387104/umfrage/ozeane-mittlere-temperatur/
Verschwörung: Migration als größter gemeinsamer Nenner der Altparteien

Mitte Dezember teilte Lukas Huber kommentarlos ein Sharepic von einem koerner_23, das als gemeinsame Schnittmenge von Union, SPD, Die Grünen und Linke das digital verfremdete, eher unsympathisch oder abschreckend wirkende Gesicht eines dunkelhäutigen Menschen darstellt – gemeint ist sicherlich ein Migrant. In anderen Sharepics bei Körner steht diese Figur auch für „afghanische Straftäter“, für abzuschiebende illegale Migranten, für ein mit Böllern in ein Haus eindringender Schwarzer, für die antideutsche Denke von Grünen usw. Damit wird das in der AfD gängige Narrativ von den Altparteien als „Volksverräter“ aufgegriffen, die fremde Interessen, nämlich die von Migranten oder Empfängern von Entwicklungshilfe, bedienen. Damit ähnelt das Sharepic auch der Verschwörungserzählung vom sogenannten „großen (Bevölkerungs-)Austausch“. Diese Verschwörung wolle das eigene Volk abschaffen.
In vielen Replys wird diese Darstellung in rassistischer Weise aufgegriffen und sich darüber belustigt: „Der Wille zum Fucken triumphiert über alles“, „Der größte gemeinsame Neger“, „more more Mohr“, „Negerfetisch“, „Visit Somailia“ usw. Da auch der AfD-Direktkandidat Lukas Huber sich bei „Körners“ rassistischer „Strategischer Scherzbilder-Pöbelei im Vorfeld“ bedient, braucht er sich eigentlich nicht zu wundern, wenn er im herkömmlichen politischen Betrieb nicht gewollt wird. Warum sollten sich angesichts solcher Hetze Vertreter von Union, SPD, Grüne und Linke auf irgendwelchen Wahlpodien mit dem Beleidiger Huber zusammensetzen?
Anerkennung Palästinas als Staat – nicht aus friedenspolitischen Gründen, sondern zwecks „Remigration“
Auch Lukas Huber setzt sich für Remigration ein. Wie schon erwähnt, möchte sein Vorbild Höcke 20 bis 30 Prozent der Bevölkerung abschieben. Mit einem Abschiebekalender und den „schönsten Abschiebefliegern“ bereitete AfD-MdL Miguel Klauß seinen Anhängern zu Weihnachten oder zum Start in die Jahre 2024, 2025 und 2026 eine Freude. Klauß kandidiert auf Platz 6 der Landesliste und wird ziemlich sicher auch wieder im neuen Landtag vertreten sein. Als die Stuttgarter Zeitung 2026 berichtete, dass Klauß 2,6 Millionen Ausländer remigrieren wolle, korrigierte Klauß: „Nicht ganz korrekt wiedergegeben. 2,6 Mio ist nur die Anzahl der ausländischen Bürgergeldempfänger. Die wirkliche Zahl derer, die das Land verlassen sollten, ist bedeutend höher.“

Lukas Huber macht da pragmatischere Vorschläge: Im Juli 2025 lobte er die Anerkennung eines Palästinenserstaates durch Macron, allerdings nicht als Lösung des humanitären Elends in der Region, sondern um „Palästinenser remigrieren“ zu können und weitere Palästinenser vom „Weg nach Deutschland und Europa“ abzuhalten. Und einen Monat später bekräftigte er noch einmal: „Ich will eine prodeutsche Haltung, die eine Außenpolitik nach deutschem Interesse impliziert. Das heißt Palästinenser aus Deutschland in einen anerkannten Staat Palästina abzuschieben.“
Auch Lukas Huber will das Krankenhaus Mosbach erhalten
Während Hubers Parteifreund Tobias Eckert als Kreisrat den Erhalt der Standorte der Neckar-Odenwald-Kliniken Mosbach und Buchen schon länger im Blick hat, scheint Lukas Huber das Anliegen zum Stimmenfang erst mit seiner Nominierung zum AfD-Direktkandidaten für den NOK entdeckt zu haben. Er schaffte es damit auch gleich Ende November 2025 in die überregionale Tageszeitung Die Welt. Diese nahm ein Video von Huber zum Anlass, um aufzuzeigen, wie die AfD die Schieflage im Gesundheitswesen gegen die regierenden Parteien in Anschlag bringen will:
„Die Stadt Mosbach … bekommt die Nöte des Gesundheitssystems gerade mit voller Wucht zu spüren. Dem öffentlichen Krankenhaus droht aufgrund hoher Defizite die Schließung. Der Sündwestrundfunk richtete dazu eine Diskussionsveranstaltung direkt im Atrium der Neckar-Odenwald-Klinik in Mosbach aus. Vertreter von CDU und SPD diskutierten dort mit Bürgern die Lage der Klinik und der Versorgung. Zeitgleich zu der Diskussion lud Lukas Huber, Kandidat der Alternative für Deutschland AfD im Wahlkreis Neckar-Odenwald für die Landtagswahl, ein Video auf der Kurznachrichtenplattform X hoch. Leider sei er zu der Diskussion nicht eingeladen worden. Derzeit nutze er X, um mitzuteilen, dass es ihm persönlich sehr wichtig wäre, dass die Klinik erhalten bleibt. In der Hinsicht auf Reformen im Gesundheitswesen kenne er keine Brandmauer, teilte Huber mit. Und ich erwarte das auch von den Politikern der anderen Parteien, dass sie ihre Parteiinteressen hinten anstellen im Sinne der Gesundheitsversorgung unseres Neckar-Odenwald-Kreises, so Huber.“
Anders als Tobias Eckert hat Huber zumindest in seinen Posts in den Sozialen Medien inhaltlich nicht viel Vertieftes zu der Problematik beizutragen.
Die Welt weiter: „Im Wahlprogramm der AfD für die letzte Bundestagswahl umfasste der Bereich Gesundheitspolitik ein halbes Dutzend Seiten. Die Ausführungen decken von der Entbürokratisierung des Gesundheitswesen über die Sicherstellung der Leistungsfähigkeit von Kliniken bis hin zu Organspende sämtliche aktuellen Themen der Gesundheitspolitik ab. Grundsätzlich sieht die AfD im deutschen Gesundheitssystem zunehmend Fehlentwicklungen, die es zu beheben gelte. Die anstehende Krankenhausreform wird von der AfD etwa abgelehnt, da diese die Probleme der Kliniken nicht löse. Notwendig ist die vollständige Abschaffung der Fallpauschalen und mittelfristig die Rückkehr zu individuellen Budgetvereinbarungen zwischen den Krankenhäusern und den Spitzenverbänden der GKV, heißt es in dem AfD-Wahlprogramm.“
Allerdings sieht das bisherige Engagement der früheren AfD-Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Odenwald-Tauber und Zahnärztin Dr. Christina Baum, die immer noch im Gesundheitsausschuss des Bundestages sitzt, zum Thema Krankenhauspolitik aber eher bescheiden aus. Dabei hätte sie an die Auseinandersetzungen um die Schließung der Rotkreuzklinik in Wertheim in ihrem Wahlkreis und deren Wiedereröffnung als Bürgerspital durch die Stadt anknüpfen können.
„Mosbach gegen Rechts“ hat dazu einmal geschrieben: „Die Rechten haben sich seit der Corona-Pandemie, als wir, das adhoc-Bündnis für Krankenhaus und gute Arbeit Neckartal-Odenwald, uns für eine gute öffentliche Krankenhauspolitik eingesetzt haben, lieber mit Verschwörungstheorien abgegeben. Als 2024 die Stadt Wertheim und ihre Bürger um die Wiedereröffnung ihres Krankenhauses kämpften, hat die AfD-Gesundheitspolitikern im Bundestagsgesundheitsausschuss Dr. Christina Baum das rechtsextreme Compact-Magazin und ihren Herausgeber Elsässer auf den Marktplatz in Wertheim eingeladen, ohne dass sie dort ein Wort zur Krankenhauspolitik verloren haben. Lieber outeten sie sich als Fans des Kriegsverbrechers Putin und gaben Corona-Verschwörungstheorien zum Besten.“
Wie steht die AfD zu den sozialen Kettensägenmassakrierern Javier Milei, Elon Musk und Donald Trump?
Unklar bleibt auch, inwieweit Forderungen aus der AfD nach einer guten (öffentlichen) Daseinsvorsorge ernst genommen werden können oder ob sie eher taktischer Natur sind, um die anderen Parteien bei einem weiteren Thema weiter vor sich herzutreiben. In vielen Diskussionen taucht auch das Nullsummenspiel auf, dass für Migranten und für Entwicklungshilfepolitik Zig Milliarden ausgegeben werde, welches dann für Krankenhäuser, Gesundheit und Daseinsvorsorge fehle. Strukturelle Ursachen der Unterfinanzierung (Aufhebung des Gewinnverbots im Krankenhaussektor vor 40 Jahren, Ökonomisierung, Privatisierung, das Fallpauschalensystem, Bürokratisierung, Umverteilung von unten nach oben, Zwei-Klassen-Medizin usw.) rücken dann in den Hintergrund oder werden gar als „Sozialismus“ denunziert.

Auch die temporäre oder andauernde Begeisterung vieler AfD-Politiker für Figuren wie Elon Musk, Javier Milei oder Donald Trump mit ihren sozialen Kettensägenmassakern lassen Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit für den flächendeckenden Erhalt einer guten öffentlichen Daseinsvorsorge aufkommen. Für viele US-Amerikaner wird mit dem Schreddern von „Obamacare“ eine finanzielle Absicherung ihrer Gesundheitsversorgung unerschwinglich. Und auch in der AfD finden sich viele, die am Sozialstaat kürzen wollen.
Vielleicht ist Lukas Huber auch verunsichert, dass solche Haltungen in seiner Partei Leute aus der Unter- und Mittelschicht abschrecken könnten, die AfD zu wählen. Die Sendung „die 100“ hatte im Dezember die sozialen Kettensägenmassaker des argentinischen Präsidenten Javier Milei satirisch dem Sozialstaat gegenüber gestellt, worauf Huber besorgt fragte: „Man stelle sich die Heerscharen an westdeutschen Rentnern vor, die das beglückt zuhause schauen und anhand dieser Videos ihre Wahlentscheidung treffen.“
Der Heimatwächter

Mit der Geste des zukünftigen Landesvaters oder Bundespräsidenten rief Lukas Huber an Silvester das kommende Jahr „2026 zum Jahr der Heimat aus!“ und kündigt – wie alle AfD-Politiker – an, „unser“ gestohlenes „Deutschland zurückzuholen“, denn eigentlich ist Deutschland das Eigentum von Lukas Huber und der AfD. Als Schirmherr des Jahres der Heimat versichert er: „2026 werde ich von jeder Straßenlaterne aus über unsere Heimat wachen.“
„Die Prioritäten der EKD: Flüchtlingsboot und LGBTQ-Flagge“
Wenn Lukas Huber über seine Heimat wacht und austeilt, sollte er aber auch einstecken können. Beispielsweise hat er sich im Februar mit der Evangelischen Kirche angelegt und auf Widerspruch empfindlich reagiert, wie kürzlich die Heilbronner Stimme und die RNZ berichteten:

Lukas Huber veröffentlichte am 7. Februar 2026 in Sozialen Medien ein Video mit dem reißerischen Titel: „Flüchtlingsboot und LGBTQ-Flagge – Die Prioritäten der EKD!“ „Prioritäten“? Dabei posierte er vor dem Hintergrund der beiden beanstandeten Objekte und schrieb: „Flüchtlingsboot und LGBTQ-Flagge: Dafür stehen die evangelische und auch die katholische Kirche in Deutschland wie hier in Hüffenhardt.“ Huber möchte „eine Rückbesinnung auf die konservativen Werte in der Kirche“.
Und mit einem Zitat des national orientierten Luther bestimmt Huber, für wen die evangelische Kirche da zu sein hat: „Für meine lieben Deutschen bin ich geboren, Ihnen will ich dienen.“ Stattdessen beklagt er, dass die evangelische Kirche „sich vor allem Asylbewerbern und queeren Menschen“ andiene. Dann aber wieder möchte Huber, dass die Kirchen „auf alle Menschen, die hier leben, zugehen“. Glaube sei „allumfassend und nicht auf wenige Menschen beschränkt“.
Es ist schon ein seltsamer Eiertanz, den Lukas Huber hier vollbringt. Er fordert, dass „die Kirche endlich wieder zu ihren Wurzeln zurückfindet und konservativ wird“. Was meint er damit? Soll die Kirche wieder eine vaterländische, deutsche Kirche werden oder global für alle Menschen da sein? Soll sie mit seinem Martin Luther an der Seite des Adels gegen die armen Bauern stehen und für die Leibeigenschaft einstehen? Sollen wieder Hexen, Homosexuelle und Ketzer gefoltert und verbrannt werden? Soll sie die Begleitmusik zum Kolonialismus und Sklavenhandel bei der Unterwerfung der Welt spielen? Reichen 2.000 Jahre „Kriminalgeschichte des Christentums“ (Karlheinz Deschner) nicht aus? Und welche Kirche meint Lukas Huber überhaupt – werden in den Gottesdiensten tatsächlich vorwiegend queere und migrationspolitische Interessen vertreten? Oder nicht eher allgemeinmenschliche Anliegen der Liebe und der Verkündung?
Lukas Huber Im Kampf gegen den Regenbogen
Gegenüber der Heilbronner Stimme stellen Dekan Folkhard Krall und Kirchengemeinderat Andreas Parzer die Behauptungen Hubers zu dem Schiff und der Fahne richtig. Die Interpretationen Hubers seien „komplett falsch“, meint Andreas Parzer, „der Regenbogen ist in der biblischen Geschichte von zentraler Bedeutung“ und es sei „nicht um die queere Bewegung gegangen“. Vielmehr sei es Huber, der in seinen Beiträgen in den Sozialen Medien eine Sau nach der anderen durch das Dorf treibe, um Aufmerksamkeit zu generieren.
Huber bleibt aber bei seiner Kritik: Die EKD engagiere sich mit der Organisation „United4Rescue“ bei der sogenannten Seenotrettung im Mittelmeer. Und insbesondere die Evangelische Landeskirche in Baden (EKIBA) als übergeordnetes Kirchenorgan für Hüffenhardt sei bei der Erhöhung der LGBTQ-Lobby weit vorne dabei: „Wer eine Regenbogenflagge vor der Kirche positioniert, bekennt sich mit Aplomb [Nachdruck] zu diesem Weltbild und sollte auch bereit sein, sich Kritik anzuhören.“ Hier stellte Parzer klar, dass „in der Symbolik der Regenboggenflagge … alle Menschen inkludiert“ seien. Und Dekan Krall betonte den „kirchlichen Auftrag“, dass es gelte „alle Menschen, die notleidend und als Minderheiten bedroht seien, … zu schützen.“
Das Boot in Hüffenhardt sei 1977 von zwei Konfirmanden und ihrem damaligen Pfarrer Hans Ade gebaut worden und beziehe sich auf das deutschsprachige Kirchenlied „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“ von Martin Gotthard Schneider aus dem Jahr 1963. Es stehe für „die Gemeinschaft der Gläubigen im Vertrauen auf Gott“. Zu einer Jubelkonfirmation sei es „wieder ausgegraben“ und instandgesetzt worden. Die Fahne des Bootes verweise auf die Bibelgeschichte. Als die Menschen nach der großen Flut die Arche verießen, habe Gott mit einem Regenbogen den Himmel und die Erde verbunden. Seither sei der Regenbogen ein Zeichen für den Bund, den Gott mit allen Menschen geschlossen habe.

„Mosbach gegen Rechts“ hatte sich letztes Jahr mit der Rebellion der gemeinen Leute vor 500 Jahren, den sogenannten Bauernkriegen, beschäftigt und sieht sich am ehesten an der Seite des sozialrevolutionären Befreiungstheologen Thomas Müntzer und der bedrückten Bauern. Hingegen beruft sich Lukas Huber immer wieder auf den gesellschaftlich reaktionären Martin Luther, der aber auch dem Adel bei der Niederschlagung der Bauernaufstände 1525 und bei der Aufrechterhaltung der Leibeigenschaft als Bestandteil einer gottgewollten Ordnung seinen Segen erteilte. In seiner Schrift „Wider die mörderischen und räuberischen Rotten der Bauern“ vom Mai 1525 ermutigte Luther die Fürsten, die Bauern mit aller notwendigen Gewalt niederzuschlagen. Wörtlich heißt es: „man soll sie zerschmeißen, würgen, stechen, heimlich und öffentlich, wer da kann, wie man einen tollen Hund erschlagen muss“.
Von dieser Aufforderung zum grausamen Massaker hebt sich aber auch der Regenbogen auf der Fahne von Thomas Müntzer ab, der „zum Zeichen der Erneuerung des Bundes mit Gott, der Hoffnung und Veränderung“ glänzt.
Für ein gutes Leben für alle!
Abschließend sei hier nochmals auf das über der Facebook-Seite von „Mosbach gegen Rechts“ stehende Motto verwiesen: Wir stehen …
Gegen Hetze, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit – Für eine offene und solidarische Gesellschaft.

