Nehmt sie beim Wort: Parallelen zwischen Trumps MAGA-Bewegung und der AfD

Vortrag von Katharina Nocun: Samstag, 8. November 2025, 19 Uhr im Atrium des Burghardt-Gymnasiums in 74722 Buchen, St.-Rochus-Str. 5

Eine Veranstaltung von Herz statt Hetze Neckar-Odenwald-Kreis

Kaum ein Tag vergeht ohne Schreckensmeldungen aus den USA, die uns drastisch vor Augen führen, wie schnell eine einst stabile Demokratie ins Wanken geraten kann. Trump und seine Gefolgsleute machen keinen Hehl aus ihrer Verachtung für zentrale Institutionen des Staates. Bereits im Wahlkampf verbreitete Trump die Lüge von der angeblich „gestohlenen“ Wahl und äußerte immer wieder drastische Verschwörungserzählungen. Seit er wieder im Amt ist, lässt er seinem Unmut über Richterinnen, die nicht in seinem Sinne entscheiden, freien Lauf. Die vielgerühmten „Checks and Balances“ des politischen Systems werden inmitten dieses permanenten Wahlkampfmodus als Teil einer bösartigen Verschwörung dargestellt.

Der Blick über den großen Teich verdeutlicht, wie fatal die Annahme sein kann, autoritäre Akteure würden „sich an der Macht entzaubern“. Was können wir aus diesem Beispiel für den Umgang mit autoritären Kräften hierzulande lernen?

 

Demokratie verteidigen – Hoffnung schenken

Kundgebung am Freitag, 7. November um 18:30 Uhr in Mosbach, Parkdeck P 10 beim Jugendhaus

Update:

Zu der Kundgebung kamen nicht ganz hundert Leute, was angesichts der kurzen Vorlaufzeit von Anmeldung, Bewerbung und Vorbereitung okay ist. Fünf kurze mehr oder weniger spontane Redebeiträge setzten sich mit der AfD auseinander. Die rechtsextreme Partei steht für die drohende Ausgrenzung und Bedrückung zahlreicher gesellschaftlicher Gruppen.

Auch wenn die herrschende Politik hochproblematisch ist, so hat die AfD jedoch keine Antworten darauf, sondern würde diese in Regierungsverantwortung noch mehr verschärfen: Sie hat keine Antworten auf entscheidende Zukunftsfragen, sondern leugnet beispielsweise die menschengemachte Klimazerstörung. Die AfD hat keine Antworten auf soziale Fragen, sondern zeigt mit Bezugnahme auf Vorbilder wie Milei, Trump oder Musk, dass sie gewillt ist, den Sozialstaat weiter auszuhöhlen.

Die AfD hat keine Antworten auf die Demokratiekrise, sondern ist Teil dieser Krise. Ihr Spitzenkandidat für die Landtagswahl Markus Frohnmaier verteidigte den in den USA ermordeten Rechtspopulisten und Rassisten Charlie Kirk gegen Kritik und stellte ihn gar als Helden dar. Kirk war aber alles andere als anständig: so hatte er es als Fehler bezeichnet, dass Schwarze 1964 in den USA das Wahlrecht erhalten haben, und den Bürgerrechtler und Pazifisten Martin Luther King als furchtbar und als schlechte Person bezeichnet.

Das Programm der AfD und die Verlautbarungen ihrer Politiker lösen berechtigte Ängste aus, was auch in betroffenen Statements zum Ausdruck kam.

der Aufruf

Anlass ist ein sogenannter Bürgerdialog der AfD-Landtagsfraktion mit dem Fraktionsvorsitzenden Anton Baron und den weiteren Landtagsabgeordneten Joachim Steyer und Dennis Klecker. Die Initiativen „Mosbach gegen Rechts“ und „Lebendige Demokratie Eberbach“ unterstützen die Kundgebung „Demokratie verteidigen – Hoffnung schenken“, angemeldet von der Partei Die Linke Mosbach.

„Mosbach gegen Rechts“ wendet sich gegen Hetze, Nationalismus und Fremdenfeindlichkeit, tritt ein für eine offene und solidarische Gesellschaft sowie für ein gutes Leben für alle.